7. Juli 2018: Workshop – „Wir bauen einen Bienenkasten“ in der Gniester Schweiz

Programm
11:00 Ankommen, Vorstellungsrunde bei Kaffee und Tee
11:30 Theorie und Prinzipien des Bienenkastenbaus: Worauf ist zu achten, was ist zu bedenken. Referent Robert Klauck
13:00 Mittagspause (Kartoffeln mit Kräuter-Quark)
14:00 Bau eines Bienenkastens in Gruppenarbeit mit Unterstützung von Robert Klauck.
17:00 Ende des Workshops, Möglichkeiten zum Grillen

Wie baue ich einen Bienenkasten? Was muss besonders beachtet werden? Der örtliche Imker Robert Klauck holte nach seinem informativen Vortrag vorgeschnittene Bretter aus seinem Gefährt. Und er teilte seine Studenten in drei Gruppen ein.

Sodann begann das große Messen, Sägen, Bohren und Festschrauben. Und tatsächlich konnten am Ende des Nachmittags eine fertige Beute – so nennt sich in der Fachsprache der Bienenkasten – aus Fichtenholz abgeflammt und zum nahegelegenen Ort ihrer Bestimmung gebracht werden. Robert setzte eines seiner Bienenvölker um und nach einer Viertelstunde bereits flogen die ersten Bienen aus den beiden Fluglöchern ein und aus.

Die ersten eigenen Kartoffeln zu Leinöl und Kräuterquark aus dem sehr schön Gestalt annehmenden Garten ernährten die Garten-Idealisten. Überaus zufrieden fuhr man  mit einbrechender Dunkelheit nach Hause, während einige sich noch bis tief in die Nacht Schwänke aus ihren bewegten Leben erzählten…
Zwischenfazit
Die beiden Gemeinschafts-Gartenprojekte sind in der Dübener Heide offenbar angekommen. Eine Kerngruppe von verbindlich und regelmäßig mitbuddelnden Personen ist entstanden. Und die Freude am gemeinsamen Schaffen, Sich-Austauschen und Feiern stimmt zukunftsfroh. Was viele nicht für möglich gehalten hätten, scheint wahr zu werden: Zumindest momentan sieht es ganz danach aus, als wäre das gruppenmäßige in der Erde wühlen durchaus auch etwas für das "platte Land".

28. Juni 2018: Sommerfest im Gemeinschaftsgarten am Wasserturm, Bad Düben

Programm
16:00 Begrüßung bei Kaffee mit Kuchen und Vorstellung des Projektes
16:45 Vortrag von Freya Hörnig: Die Gesundheit des Gärtners beginnt am Tor zum Garten.
17:30 Rundgang durch den Garten und Bestandsaufnahme essbarer Wildpflanzen mit Mathias Henning und Susanne Osterloh
18:00 Vortrag von Stefan Röhling (Garten- und Landschaftsbau Grünfink): Gärtengestaltung im Spannungsfeld zwischen Individualismus und Gemeinschaft.  
18:45 musikalischer Beitrag (Steffen Jahn, Gitarre) und Suppe
19:45 Gespräche an der Feuerschale

In Bad Düben hatten die Gärtner des Gemeinschaftsgartens am Wasserturm zum letzten Schultag zu einem Sommer-Fest eingeladen. Die Gartengruppe hatte ein beeindruckendes Programm entwickelt. Und so wurde es ein grandioses Fest.

Nach einer Begrüßungsrunde zu selbstgebackenem Kuchen gab es einen ersten Vortrag von Freya Hörnig: Die Gesundheit beginnt am Tor zum Garten. Die gelernte Gärtnerin und zertifizierte Gesundheitsberaterin erklärte, wie – weil so ein Gemüsegarten alle Sinne anspricht –, er zu einer stabilen Gesundheit erheblich beitragen kann. Anschließend gab es eine Führung durch den Garten: die beiden Mit-Gärtner Matthias und Susanne stießen mit ihrem profunden Wissen über Wildkräuter auf ein großes Interesse im Publikum.
Nachdem die Gäste sich so tapfer gebildet hatten, waren sie froh, dass Hussain, Anwar und die anderen Flüchtlinge ein wunderbares Gericht nach irakischer Art mitgebracht hatten. Die junge Köchin strahlte vor Freude, die Gärtnerinnen und ihre Gäste beglücken zu können. Und ihr Bad Dübener Hausfreund, ein gelernter Koch, kredenzte dem erstaunten Publikum eine überaus köstliche Spargelsuppe.

Nach einem weiteren kleinen Vortrag rundete Gitarren-Musik von Steffen am Lagerfeuer den Abend ab, die Kinder wippten vergnügt mit ihren Füssen. Manche mochten gar nicht wieder gehen, so urgemütlich empfanden sie Fest und Garten.

Pressecho:
Leipziger Volkszeitung
Sachsen-Sonntag

1. Mai 2018: Einweihungsfest Gemeinschaftsgarten
am Wasserturm, Bad Düben

Programm:
  •  12.00 Ankommen und Mittagsimbiss
  •  12.45 Projektvorstellung und Rundgang auf dem Gartengelände mit Besichtigung des Wasserturms
  • 13.30 Kompost-Workshop, Referentin Freya Hörnig: Einführung in die Grundlagen der Kompostierung, Einrichtung bzw. Fertigstellung einer Kompoststelle
  • 15.30 Kaffee und musikalische Einlage mit dem Dübener Kirchenkantor Norbert Britze am Akkordeon

Am 1. Mai fand im Gemeinschafts-Garten am Wasserturm das Eröffnungsfest statt. Nach einer wärmenden Suppe im recycelten und halb fertigen Glashaus ging es durch den Garten. Auch die mitgekommenen Flüchtlinge und ihre Kinder interessierten sich für das Fotoalbum zur Geschichte des Bahnhofs Bad Düben samt seinem Wasserturm. Danach stieß der Kompostworkshop mit der Gesundheitsberaterin  Freya Hörnig  auf allseitig großes Interesse. Auch langjährige Gärtner unter den zahlreichen Besuchern hörten aufmerksam zu. Aus recycelten
Paletten wurde dann der erste Kompostbehälter gezimmert und sofort fachmännisch gefüllt. Die anschließende Musik des Bad Dübener Kantors Norbert Britze stieß allenthalben auf offene Ohren. Die Familie Hussains packte dazu stolz ihren selbstgebackenen Kuchen aus. Insgesamt kam eine erfreuliche Vielfalt an Interessierten in den neuen Interkulturellen Garten am alten Bahnhof Bad Düben. Und die meisten waren als erfahrene Garten-Zeitgenossen auch bereit, anzuerkennen, was binnen eines Jahres hier hatte geschaffen werden können. „So etwas dauert halt“, sagte am nächsten Tag einer Radler, der vor dem Zaun stand, um den Garten zu betrachten.
Kurzum: der Gemeinschaftsgarten am Wasserturm scheint in Bad Düben angekommen zu sein.

Hier ein Bericht der Leipziger Volkszeitung

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