Urban Gardening geht aufs Land

Urban Gardening ist eine neue weltweite Erscheinung. In fast allen Großstädten der Welt buddeln die Menschen im Anschluss an lange Stunden hinter den Computern in Gemeinschaftsgärten. Oder sie machen mit, weil sie erwerbslos sind und weil sie gerne wieder etwas mit den Händen tun möchten. Gemeinschaftsgärten und interkulturelle Gärten ermöglichen auch Menschen mit wenig Zeit oder zu viel Arbeit für einen Kleingarten irgendwo mitackern zu können. Gemeinschaftsgärten ermöglichen aber vor allem auch Neuzugewanderten und Flüchtlingen, denen die Mittel für einen Kleingarten fehlen, ein niedrigschwelliges Mitmachangebot. Schließlich sind alle begeistert vom unschlagbaren Aroma des frisch Geernteten! Diese neue Gartenbegeisterung erreicht daher seit einiger Zeit auch das Land. Überall entstehen Kloster-, Museums- oder Kräutergärten oder sogar ganze Garten-Akademien.

Das Projekt „Urban Gardening geht aufs Land“ möchte die Chance von Gemeinschaftsgärten auch in die Dübener Heide bringen und bekannt machen. Nicht umsonst erweisen sich die neuen Gemeinschaftsgärten als Institutionen kollektiver Weiterbildung in Sachen Naturschutz, Umweltbildung, gesunder Ernährung und nachhaltiger Anbauweise. Hier trifft sich das neue Gärtnern auch mit den Absichten des Naturparks Dübener Heide, der sich ebenfalls als Plattform für Kommunikation, (interkulturelle) Integration, Umweltbildung, Kultur für alle Generationen versteht.

Das Projekt wird gefördert durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Projektträger: Verein Dübener Heide e.V.
Projektleitung: Dr. Torsten Reinsch
Wissenschaftliche Begleitung: Dr. PD Elisabeth Meyer-Renschhausen

Hier können Sie einen Flyer mit wichtigen Informationen kostenlos herunterladen.

Abschlusskonferenz Urban Gardening geht aufs Land am 27. Januar 2019

Auf dieser Konferenz wollen die Projektteilnehmer mit Blick auf die Projektziele ein Resümee ziehen. Was ging gut? Was lief schief? Was sollte fortgesetzt werden, was kann man auch lassen? Wie lassen sich die Weichen so stellen, damit der aufgebaute Schwung der Gartenprojekte sich fortsetzt? Welche Erfahrungen sind verallgemeinerbar?

Gemeinschaftsgärten in der Stadt sind anerkanntermaßen wichtige Orte des sich Treffens und Kommunizierens und gemeinsamen Lernens: Beim Unkrautzupfen kann man sich nebenbei über die besten Formen des Hakens und Kompostierens, über Kürbis- oder Spargelsuppen unterhalten, gesundheitsfördernde Kräutlein und Kapriolen der Kommunal- und Regionalpolitik etc. besprechen.

Ziel des Projektes war es daher zu untersuchen, ob (interkulturelle) Gemeinschaftsgärten auch im ländlichen Raum funktionieren: Können durch Gemeinschaftsgärten auch die vom Naturpark Dübener Heide verfolgten Ziele gefördert werden, wie z.B.
  • die Verbesserung der regionalen Kommunikation,
  • Förderung gemeinschaftlichen Lernens zu unterschiedlichen Themen etwa über Garten, Natur und Gesellschaft,
  • Unterstützung von Ausbildungs- und Praktikumsplätze z.B. in der Gartenwirtschaft,
  • Schaffung von attraktiven u. erholsamen Orten als Treffpunkt für Stadt- und Landbewohner,
  • Unterstützung von Integrationsproblemen bei Flüchtlingen,
  • Vernetzung unterschiedlicher Zielgruppen.

Um diesen Fragen nachzugehen, hat das Projekt in Kooperation mit der Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide, dem Forst Gniester Schweiz und dem Verein mischKultur zwei Gemeinschaftsgärten auf den Weg gebracht:
  • Den Gemeinschaftsgarten Gniester Schweiz (bei Kemberg, Sachsen-Anhalt)
  • Die Ortsgruppe „Gemeinschaftsgarten am Wasserturm, Bad Düben“ (Sachsen).


Programm für den 27.1.2019 im Naturparkhaus Dübener Heide, Bad Düben
 
  • 13.00      Ankunft und Imbiss
  • 13.30      Überblick: Entstehung der zwei Gemeinschaftsgärten in der Dübener Heide, T. Reinsch
  • 14:00      Vortrag: Gemeinschaftsgärten im ländlichen Raum, Elisabeth Meyer-Renschhausen
  • 14:20      Diskussion
  • 15:00      Berichte aus den Gartengruppen
  • 15:30      Kaffee-Pause
  • 16:00      Vortrag - Thomas Stremlow: „Besser leben in Delitzsch“. Erfahrungen in und mit              
                   Gemeinschaftsgärten aus anderer Region (http://besser-leben.in/).
  • 16:30      Vortrag - Anna Biedermann: „Bunte Gärten Leipzig“ - Arbeiten mit Flüchtlingen in
                   Gemeinschaftsgärten (http://bunte-gaerten.org/).
  • 17:00      Abschlussdiskussion
  • 17:30      Plenum konkret: Wie weiter in den Gemeinschaftsgärten in Bad Düben und Gniest?
  • 18:00      Schluss
  • 18:30      Es besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen (für Selbstzahler).

Um Anmeldung bis zum 20.1.2019 unter gardening@naturpark-duebener-heide.com wird gebeten.

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