Transformative Bildung durch transformatives Lernen

August 2020

Bildung wird eine wichtige Rolle zugesprochen für einen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit.
Doch bringt uns immer weitere Wissensvermittlung einer nachhaltigen Gesellschaft wirklich näher? Was brauchen Menschen, um einen Wandel hin zu einer gerechten und zukunftsfähigen Welt aktiv mitgestalten zu können? Oder anders gefragt: welche Art von Bildung brauchen wir, die zu einem tiefgreifenden Wandel beiträgt? Welche tief verinnerlichten Denkmuster und Überzeugungen („Bedeutungsperspektiven“) stehen einem solchen Wandel im Weg? Was müssen wir auch verlernen, um unsere Handlungsmöglichkeiten zu erweitern?

Rund um diese Fragen hat sich in den letzten Jahren das Schlagwort Transformative Bildung etabliert. Vielfältige Hoffnungen sind damit verbunden. Transformative Bildung soll auf die aktuellen globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen antworten und endlich ermöglichen, die Lücke zwischen Wissen und Handeln zu schließen. Die Konzeption einer transformativen Bildung wurde vor allem durch das Gutachten „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ des WBGU (2011) bekannt. Etymologisch lässt sich Transformation ableiten von „transformare“, d. h. umgestalten oder verwandeln. Transformation beschreibt folglich einen spezifischen Typus sozialen Wandels und (in Abgrenzung zu Transition) nicht nur den Wechsel von politischen Regimen, sondern tiefgreifende Veränderungen von Wirtschaft und Gesellschaft.

Im Zentrum der Ansätze des transformativen Lernens steht die Frage, auf welche Weise Lernprozesse
bei Menschen zur Transformation ihrer bisherigen Einstellungen, (Vor-)Urteile und Meinungen und damit zu autonomem und kritischem Denken und Urteilsfähigkeit führen.
Transformative Lernprozesse sind dann erfolgreich, wenn sich die grundlegenden Muster, die dem menschlichen Wahrnehmen und Interpretieren zugrunde liegen, verändern. „Transformatives Lernen beinhaltet damit einen tiefen strukturellen Wandel der Grundannahmen des Denkens, Fühlens und Handelns. (...) Es beinhaltet unser Selbstverständnis und unsere Selbstverortung: unsere Beziehung zu anderen menschlichen Wesen und zur natürlichen Welt, unser Verständnis von Machtbeziehungen in verschränkten Strukturen der Klasse, der Rasse, des Geschlechtes, unser Verständnis des eigenen Körpers, unsere Visionen alternativer Lebensentwürfe und unseren Sinn für Möglichkeiten für das Erreichen sozialer Gerechtigkeit und persönlicher Erfüllung.“ (O'Sullivan /Morrell/ O’Connor 2002: xvii, Übersetzung durch Singer-Brodowski 2016).
Als “transformativ” wird Bildung verstanden, wenn es nicht nur um eine Erweiterung von Wissen oder Fähigkeiten/Kompetenzen geht, sondern um eine grundlegende qualitative Veränderung von Selbst- und Weltbildern. Es geht um erlernte Denk-, Fühl- und Handlungsmuster, um gewohnte Bewertungen und gesellschaftliche Leitbilder, Normen und Werte, an denen wir uns orientieren, um unsere Beziehung zu anderen Menschen und zur natürlichen Welt, unser Verständnis von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und von globaler Gerechtigkeit, unsere Visionen alternativer Lebensentwürfe und darum, wie wirksam wir uns sehen, wenn wir uns für eine nachhaltige Gesellschaft einsetzen.
Es gilt Bildungsangebote zu entwickeln, die dazu beitragen, über Deutungsmuster und Überzeugungen ins Gespräch zu kommen und andere „Bedeutungsperspektiven“ (Jack Mezirow 1997) kennenzulernen, die vielleicht zukunftsfähiger sind, Menschen einzuladen, über die Widersprüchlichkeit der Welt nachzufühlen und nachzudenken und selbstbestimmt ihre eigenen Haltungen darin zu finden, um handlungsfähig zu sein.

Das Potenzial transformativer Bildung liegt damit in der (Selbst-)Reflexion(sfähigkeit) als Ausgangspunkt und Bedingung für (1) überlegtes Handeln, (2) eine veränderte Interpretation von Kontexten und Situationen sowie (3) für die Verankerung des Gelernten im dauerhaften Interpretations- und Handlungsrepertoire.

Transformative Lernprozesse ermöglichen
Transformatives Lernen schafft Lerngelegenheiten, in denen Menschen Erfahrungen mit Nachhaltigkeit machen und diese gemeinsam reflektieren (krisenhafte Erfahrungen, berührende Erfahrungen, Selbstwirksamkeitserfahrungen z.B. in der Realisierung konkreter Projekte) – ein Wechselspiel von Aktion und Reflexion, das über verschiedene Zugänge ermöglicht werden kann wie Zukunftswerkstätten, Planspiele, Podiumsdiskussionen, Nachhaltigkeitsprojekte. Auch eine Durchmischung der Lerngruppen mit Nachhaltigkeitserfahrenen und „Nachhaltigkeits-Newcomern“ kann hilfreich sein. Zentral ist die Intensität der Erfahrung und die Qualität der Reflexion darüber.

Suffizienz und Glück – Ideen und Ansätze für ein gutes gerechtes Leben

03.07.2020

Was ist Suffizienz überhaupt? Muss da nicht die Politik ran? Praktiziere ich das vielleicht schon in meinem Alltag? Warum brauche ich denn das alles, was ich verbrauche? Und wie gehören Suffizienz und Glück zusammen?

Sie gelten als die drei Bestandteile einer jeden Nachhaltigkeitsstrategie: Effizienz, Konsistenz und Suffizienz. Und während Heizungen, Beleuchtung, Dämmung und Hausgeräte immer effizienter werden, die (Energie-)Effizienz mehr und mehr Bestandteil jeder Zukunftsstrategie in Politik und Unternehmen, in Stadtwerken und Kommunen wird, bleibt "Suffizienz" für Viele dennoch suspekt. Zu sehr wird das Konzept mit persönlichem Verzicht gleichgesetzt.

Suffizienz – was ist das eigentlich? Im Lateinischen bedeutet "sufficere" ausreichen, genügen, genug sein. Es geht bei der Suffizienz um die Frage nach dem rechten Maß und das gute Leben, individuell und kollektiv in globaler Verantwortung. Denn das umfassende Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ist ein gutes Leben für alle Menschen, im Norden wie im Süden, jetzt und in der Zukunft. Damit gehören ein gutes Leben und ein gerechtes Leben zusammen.
Suffizienz heißt, Material und Energie zu sparen. Sie erstrebt den geringeren Verbrauch von Ressourcen durch eine verringerte Nachfrage nach Gütern, aber auch nach Dienstleistungen, wenn diese Energie und Material verbrauchen. Suffizienz versucht also nicht, bestehende Bedürfnisse mit weniger oder anderem Ressourcenaufwand zu befriedigen, sondern sie hinterfragt die Bedürfnisse selbst. Zunächst einmal bedeutet Suffizienz also zu fragen, wieviel genug sein kann.

Warum ist es überhaupt notwendig, sich mit Suffizienz zu beschäftigen? Gibt es nicht genug andere Lösungsmöglichkeiten für die drängenden Probleme dieser Welt? Bedeutet Suffizienz nicht, auf etwas zu verzichten, das wir uns Dank ständigen technischen Fortschritts ohne Probleme leisten können? Effizienzmaßnahmen und der Einsatz Erneuerbarer Energien reichen allein nicht aus. Sie müssen durch Suffizienzstrategien ergänzt werden, um ihre Wirkung voll entfalten zu können. Das zeigt auch der sogenannte Bumerang-Effekt, oder auf Englisch „Rebound“-Effekt, ein Phänomen, wenn trotz Energie- oder Material-Einsparmaßnahmen der Ressourcenverbrauch insgesamt nicht abnimmt, jedenfalls nicht in dem Maße, wie es rechnerisch möglich wäre.

Warum brauche ich denn das alles, was ich verbrauche? Eine auf Wachstum ausgerichtete Konsumgesellschaft ist darauf angewiesen, dass es viele unglückliche Menschen gibt, die aus den unterschiedlichsten Motiven heraus stetig konsumieren (meist um die innere Leere in sich zu füllen, sich gut zu fühlen, noch mehr zu haben, weil man sich selbst nicht gut genug und wertvoll fühlt). Daher sind wir auch nur allzu gern bereit, einem geschickten Marketing zu folgen, das andauernd neue Bedürfnisse in uns weckt. Dadurch wird permanent etwas Neues produziert. Produkte werden erzeugt, gekauft, sind nach kurzer Zeit wieder „out“ und werden vergessen oder gleich entsorgt.
Klar ist, dass Suffizienz viel mit der Veränderung von Verhaltensweisen zu tun hat, also mit alternativen Handlungsmöglichkeiten. Suffizienz erfordert einen Perspektivenwechsel und den Wandel von Einstellungen: Sie ist verbunden mit einem veränderten Verständnis von Wohlstand. Andere Dinge rücken in den Vordergrund. Statt des weit verbreiteten „Mehr“, „Noch besser“ und „Mehr als die anderen“ wird das „Genug“, „Gut genug“ und „Gemeinsam mit anderen“ wichtiger.

Suffizienz heißt ganz allgemein also:
•    Die Überlegung zuzulassen, dass etwas genug sein könnte (und manches bei den einen bereits zu viel – bei anderen aber zu wenig ist).
•    Wohlstand und Wohlbefinden neu zu verstehen und zu definieren.
•    Die Begrenzung und Endlichkeit unserer natürlichen Lebensgrundlagen anzuerkennen und konstruktiv damit umzugehen.
•    Offen über Gewinne, Verzichte, Verteilungskonflikte und Verantwortung zu sprechen.
•    Mögliche Einschränkungen zu akzeptieren und neue Freiheiten wertschätzen zu lernen.
•    Bereit zu sein für eine Veränderung des eigenen Denkens, einer veränderten Einstellung und Haltung, für vielfältige Perspektivwechsel!

Wir wissen nun, dass an Suffizienz kein Weg vorbeiführt, wenn wir den Ressourcenverbrauch eindämmen und sowohl Zukunfts- als auch Verteilungsgerechtigkeit ernst nehmen wollen. Doch was bedeutet das für uns und unsere Gesellschaft im Alltag? Kann denn der*die Einzelne überhaupt etwas bewirken? Oder sind wir nur im Kollektiv erfolgreich? Muss da nicht erst einmal die Politik entsprechende Voraussetzungen schaffen? Damit Suffizienz wirksam wird, brauchen wir entsprechende politische Rahmenbedingungen. Wir brauchen aber auch diejenigen, die als Einzelperson oder Gruppe, zu Hause, im Ehrenamt oder beruflich mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wie suffizientes Leben im Alltag funktioniert. Mit Suffizienz kann jede*r sofort loslegen.
Die suffizienteste Antwort auf „Brauche ich das wirklich?“ lautet natürlich: „Nein!“ Viele Dinge „brauchen“ wir nicht, sondern „wollen“ sie einfach haben. Es lohnt sich also, alte Gewohnheiten zu hinterfragen (z.B. Shopping mit Freund*innen, Gegenstände als Statussymbole, sich belohnen mit dies und jenem für ein gutes Gefühl etc.) und sich Alternativen zu überlegen. Für viele von uns gehört Suffizienz bereits zum Alltag: Teilen, Tauschen, Leihen, Reparieren, Selbermachen sind nur einige gute Beispiele gelebter Suffizienz. Durch ein konsequentes „Weniger“ werden weniger Ressourcen ver(sch)wendet, weniger Energie gebraucht und weniger Müll produziert. Das gilt auch für alles, was wir schon besitzen, denn viele Dinge nutzen wir gar nicht und könnten sie gut weitergeben.

Suffizienz leben lässt sich auf alle Bereiche des Lebens übertragen und umsetzen: Suffiziente Ernährung, Suffizientes Wohnen, Suffiziente Mobilität, Suffizienz im Beruf, Suffizienz und das liebe Geld, Suffizienz und Gesellschaft. Auch für das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit ist der Suffizienzgedanke hilfreich. In unserer Gesellschaft fühlen sich immer mehr Menschen gehetzt, sind dauernd im Stress, haben „für nichts mehr Zeit“ - am Ende steht gar der Burnout. Manches spricht offensichtlich dafür, die Frage nach dem „Genug“ zu stellen: genug Konsum (und Gerümpel in Wohnung und Keller), genug Arbeit (aber keine Zeit für Freund*innen und Familie), genug Leistungsdruck (statt Freiraum für Muße). Nicht nur ökologische Gründe sprechen für eine Kultur der Entschleunigung und des „Weniger aber besser“. Suffizienz wird zunehmend auch im Zusammenhang mit Ergebnissen aus der Glücksforschung zitiert. Diese zeigen, dass Wohlbefinden nur bedingt mit materiellem Wohlstand zusammenhängt – wenn die Grundbedürfnisse einmal gedeckt sind, macht der nicht-materielle Anteil des Lebensstils das Glück aus: sich an mehr Freizeit erfreuen, um Freunde, Familie und andere soziale Kontakte kümmern, Muße, Kreativität und Spielfreude ausleben, sich sinnstiftender Tätigkeiten widmen, die Natur genießen.

Fazit: Ein nachhaltiger Lebensstil geht nicht zu Lasten der Lebensqualität. Wie wäre es dann, die Argumentation entsprechend umzudrehen und zu argumentieren, dass ein glückliches Leben Nachhaltigkeit befördert? Ein solcher Ansatz wäre für viele Menschen sehr attraktiv und würde sicherlich manche erreichen, die dem Thema Nachhaltigkeit (noch immer) distanziert gegenüberstehen, eben weil es (noch immer) mit imaginiertem Verzicht konnotiert ist.

„Zum Glück fehlt mir … nichts.“

Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Endlich Wachstum! ein BNE Thema

07.05.2020

Wirtschaft prägt unser aller Leben und Alltag: beim Einkaufen, Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Hobby, Schule, Reisen, im Miteinander, … Schließlich soll die Wirtschaft unsere grundlegenden Bedürfnisse befriedigen und allen Menschen gleichermaßen ein gutes Leben ermöglichen. Doch was macht ein gutes Leben aus? Wie kann ein gutes Leben für alle erreichbar sein? In was für einer Welt wollen wir leben, damit dies gelingt? Ist das mit dem bestehenden Wirtschafts-Wachstumsmodell möglich? Welche Alternativen innerhalb und jenseits dieses Systems gibt es heute bereits? Und was hat das mit mir zu tun?

Am 06.06.2020 findet dazu unser Methodentrainings-Webinar zum Thema Endlich Wachstum! statt. Dabei ist eins klar: Wachstum ist nicht gleich Wachstum. In der Natur ist Wachstum begrenzt: Menschen wachsen, Bäume sprießen in die Höhe, aber irgendwann sind sie »ausgewachsen«. Bei der Wirtschaft soll dies jedoch anders sein, sie soll immer weiter und weiter wachsen: die Produktion, der Umsatz, die Zahl der Beschäftigten eines Unternehmens, die Auswahl an Produkten und unser Verbrauch. Angela Merkel formulierte es 2009 so: „Ohne Wachstum keine Investitionen, ohne Wachstum keine Arbeitsplätze, ohne Wachstum keine Gelder für die Bildung, ohne Wachstum keine Hilfe für die Schwachen.“ Bisher galt bei uns also das Prinzip: Höher, schneller, weiter. Und von allem bitte immer mehr. Schließlich ist Wachstum wünschenswert und Entwicklung gut. Fortschritt ist notwendig und Wettbewerb positiv. Die Natur kann beherrscht werden und Technologie fast alles richten. So oder so ähnlich wird Wachstum immer noch als Lösungsstrategie für eine Vielzahl gesellschaftlicher Herausforderungen beschworen.

Doch kann die als normal und alternativlos geltende Vorstellung einer ewig wachsenden
Wirtschaft der Realität standhalten? Ist mit einem Wachstum der Wirtschaft wirklich ein besseres Leben verbunden?

Das Wirtschaftswachstum ist zu unserem Ziel und dem Anliegen der Politik geworden – mit verheerenden Auswirkungen: Unsere Art zu wirtschaften bringt gegenwärtig Millionen Menschen weltweit in Armut und Ausbeutung, während eine kleine globale Elite unglaublichen Reichtum anhäuft. Das schafft nicht nur Ungerechtigkeit und Ausgrenzung, sondern höhlt auch demokratische Strukturen aus. Gleichzeitig sind wir drauf und dran, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören. Mit technischen Lösungen lassen sich diese Schäden längst nicht mehr reparieren. Wächst die Wirtschaft auf diese Art weiter, bedeutet dies in der Regel auch, dass immer mehr natürliche Ressourcen verbraucht werden und der Ausstoß von Klimagasen wie CO2 zunimmt. Insbesondere der fortschreitende Klimawandel hält es uns vor Augen: Wachstum stößt an Grenzen: ökologische, soziale und ökonomische. Doch warum soll die Wirtschaft trotzdem weiterwachsen? Hält Wachstum denn wirklich, was es verspricht? Welche positiven Auswirkungen kann Wachstum tatsächlich auf die jeweiligen Bereiche haben? Und welche kritische Perspektive lässt sich auf diese allgemein anerkannten Annahmen werfen?

Es stellt sich auch die Frage: Was wächst (noch alles), wenn die Wirtschaft wächst? Diese Frage scheint banal und bildet doch einen wichtigen Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit dem Thema Wirtschaftswachstum. Denn wer sich tiefergehend mit dieser Frage beschäftigt, wird schnell feststellen, dass jede Antwort wiederum neue Fragen aufwirft.
Und wozu wirtschaften wir denn? Doch im Grunde genommen, damit es uns und allen anderen Menschen auch gut geht. Immer mehr Wissenschaftler*innen, Organisationen und Aktivist*innen kritisieren daher eine Politik, die alles daransetzt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst, was zwar als Wohlstandsindikator gilt, aber wenig über unsere Lebensqualität aussagt. Kostenlose Tätigkeiten wie nachbarschaftliche Hilfe, ehrenamtliches Engagement oder die Pflege von Angehörigen werden hier nicht mit eingerechnet, obwohl diese sinnvoll und wichtig für unser Zusammenleben sind. Sie plädieren stattdessen für eine positive Vision einer Gesellschaft jenseits des Wachstumsstrebens.

Veränderung und Verantwortung fängt immer mit der richtigen Frage an, die wir uns stellen und nach Lösungen suchen. Wie kann es anders/besser gehen? Welcher Mensch möchte ich sein in meinem Leben, in meiner Mitwelt, in der Welt? Wollen wir die Gesellschaft ökologischer und sozialer machen, reicht es nicht aus, nur die äußeren Bedingungen zu ändern. Wir brauchen auch einen tiefgreifenden kulturellen Wandel, um ökologisch nachhaltig und sozial gerecht zu leben und zu wirtschaften. Und Wandel fängt immer bei mir selbst an. Unzählige Ideen und gelebte Beispiele zeigen, wie wir unsere Wirtschaft und unser Zusammenleben Schritt für Schritt verändern können: Indem wir gemeinsam entscheiden, zusammenarbeiten und die Grenzen der Natur respektieren. Bereits gelebte Alternativen und Möglichkeiten, zum Beispiel aus den Bereichen Postwachstum und Degrowth, findet ihr unter anderem hier:


Buch "Kein Wachstum ist auch (k)eine Lösung"


In Zusammenarbeit von FairBindung e.V. mit Konzeptwerk Neue Ökonomie entstanden Bildungsmaterialien mit über 100 Methoden zu Grundlagen des Wirtschaftens, ökologischen, sozialen und globalen Dimensionen von Wachstum sowie Alternativen und Perspektiven für eine Gesellschaft jenseits des Wachstums. Hier der Link zu den Bildungsmaterialien: www.endlich-wachstum.de.

FairBindung e.V., ein gemeinnütziger Verein aus Berlin, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zu befähigen, sich mit Themen der sozial-ökologischen Transformation individuell und im Austausch mit anderen auseinanderzusetzen. Zentrales Element ihrer Bildungsarbeit ist das Sichtbarmachen von gelebten Alternativen, mit dem Ziel, Lernprozesse und neue Denkweisen anzustoßen, die es ermöglichen, den transformativen Wandel aktiv mit zu gestalten.

Für mehr Informationen und Kontakt zu FairBindung e.V. und Konzeptwerk Neue Ökonomie schaut auf

www.fairbindung.org
www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org
www.endlich-wachstum.de

Wir sind die Gestalter unseres Lebens und damit unserer Gesellschaft. Packen wir es gemeinsam an. Wenn euch das Thema anspricht und ihr die Inhalte und Methoden in eurer Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen gern anwenden und weitergeben möchtet, damit gemeinsam ein gutes Leben für Alle gelingen kann, dann seid am 06.06.2020 zum Webinar mit dabei. Meldet euch mit eurer Email-Adresse bis zum 02.06.2020 an unter k.ehlert@naturpark-duebener-heide.de.

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