Naturparkträgerverein zur Biber-Problematik an der Köhlerei Eisenhammer: Der Mensch steht im Mittelpunkt

Veröffentlicht am 05.03.2018 um 11.05 Uhr

Der Verein Dübener Heide e.V. als Träger des gleichnamigen Naturparks Dübener Heide in Sachsen und Sachsen-Anhalt setzt sich für den Erhalt der traditionsreichen Köhlerei Eisenhammer in Tornau (Landkreis Wittenberg) ein. Der Elbebiber gehört zum Naturpark, seine Ausbreitung und Existenz in den Waldgebieten der Dübener Heide sind dennoch nicht typisch, sondern auf menschliches Handeln im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zurückzuführen. Menschen, auch im Verein Dübener Heide e.V., machen sich seit vielen Jahren für den Schutz des Bibers und seiner Lebensräume stark. Im Naturpark leben schätzungsweise 300 Biber. Ihr Vorkommen wirkt sich positiv auf die biologische Vielfalt und auf die Attraktivität von Landschaftsräumen aus. „Der Biber ist heute in der Heide nicht mehr selten und auch nicht vom Aussterben bedroht“, sagt Naturparkleiter Thomas Klepel. „In unserem Naturpark stehen die Lebensgrundlagen der Bevölkerung im Mittelpunkt des Schutzzweckes. Es ist deshalb klar, wenn die Sicherheit von Menschen oder deren   wirtschaftliche Existenz gefährdet sind, alle notwendigen Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden müssen. Bis hin zu einer Entnahme von Bibern.“

Am Hammerbach geht es aktuell darum, zu klären, ob der erhöhte Grundwasserstand in der Köhlerei eine Folge der Anstauungen im Oberlauf des Baches ist und welche Sicherungsmaßnahmen für die Köhlerei möglich sind. „Hierzu sollten auch die rechtlichen Möglichkeiten zur Öffnung der vom Biber geschaffenen Stauwerke, verbunden mit regelmäßigen Prüfungen des Grundwasserstandes in der Köhlerei für einen Zeitraum bis zu zwei Jahren geprüft und genutzt werden“, so Naturparkleiter Thomas Klepel. Nicht zuletzt ist es Satzungszweck und -ziel des Naturparkträgers Verein Dübener Heide e.V., sich parallel zur Förderung des Natur-, Landschafts- und Umweltschutzes für die regionale Kultur sowie für den Erhalt der Natur-, Boden- und Kulturdenkmale, der heimischen Bauweise und geschichtlichen Zeugnisse einzusetzen, wozu die 300-jährige Köhlerei Eisenhammer zählt. Außerdem erarbeitet der Verein Dübener Heide e.V. derzeit ein Positionspapier zu „Mensch und Biber in der Dübener Heide“ und wird dieses zur Diskussion stellen und auf der nächsten Mitgliederversammlung Ende April beschließen, sagt Axel Mitzka, Vorsitzender des Vereins Dübener Heide e.V. Darin geht es um den Umgang mit dem Biber im Naturpark Dübener Heide.

 

Hintergrund:

Der Naturpark Dübener Heide wurde 1992 gegründet. Er umfasst 75.000 Hektar Gesamtfläche in Sachsen und Sachsen-Anhalt und ist das größte zusammenhängende Mischwaldgebiet in Mitteldeutschland. Träger ist der 400 Mitglieder starke Verein Dübener Heide e.V. Der Verein ist Mitglied im Verband Deutscher Naturparke (VDN). Das ist der Dachverband der 104 Naturparke in Deutschland, die überwiegend aus Landschafts- und Naturschutzgebieten bestehen. Naturparks entwickeln Natur und Landschaft mit und für Menschen. Sie eignen sich für Erholung und Naturerleben und verbinden den Schutz und die Nutzung von Natur und Landschaft. Die Balance zwischen intakter Natur, wirtschaftlichem Wohlergehen und guter Lebensqualität wird durch Naturparke angestrebt.

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