• Im Naturpark Dübener Heide gibt es jetzt zwei Kräuterpädagoginnen

    Veröffentlicht am 15.10.2017 um 11.47 Uhr

    Mit Birgit Rabe aus Eilenburg und Martina Barth aus Bad Schmiedeberg gibt es jetzt erstmals zwei geprüfte Kräuterpädagoginnen im Naturpark Dübener Heide. Die Frauen, die bereits seit vielen Jahren Naturpark- bzw. Kräuterführungen in der Dübener Heide anbieten, haben sich an der Gundermann-Akademie ausbilden lassen.

    Die Fortbildung befasste sich mit den nicht-kultivierten, heimischen Pflanzen, deren Vorkommen und Verwendung sowie der Ökologie der Pflanzenwelt und wird nach den Kriterien des Qualifizierungsprogramms der Vereinten Nationen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung durchgeführt. „Über den Zeitraum von einem Jahr erstreckten sich zehn Module dieser Weiterbildung, die uns jeweils über zwei volle Tage gefordert haben“, berichtet Birgit Rabe. Gelernt haben sie botanische Grundlagen über Artenkenntnis und Pflanzenfamilien. Aber auch Photosynthese, die Atmung der Pflanzen, ihr Wasserhaushalt, die diversen Pflanzeninhaltsstoffe, Giftpflanzen und Pflanzengifte wurden behandelt.

    „Mein botanisches Verständnis ist in dieser Zeit enorm gewachsen. Ich schätze unsere einheimischen Wildkräuter nun noch mehr“, sagt Martina Barth, die in Ogkeln einen Kräutergarten betreibt. Dabei ist sie schon seit mehr als zehn Jahren als Kräuterfrau in der Heide aktiv unterwegs. „Meine Arbeit ist ein lebenslanges Lernen. Zurücklehnen und glauben, ich weiß alles, ist nicht.“

    Martina Barth und Birgit Rabe sind jetzt als geprüfte Kräuterpädagogen mit Lizenz in der Dübener Heide unterwegs, wollen Spaziergänge für Gäste vom Kindergartenkind bis ins hohe Alter durch Park, Wald, Feld und Flur anbieten. Bei diesen „Un-Kraut-Wanderungen“ geht es darum, die Unkräuter rechts und links vom Wegesrand kennenzulernen und zu erfahren, kann ich das essen oder nicht. Außerdem vermitteln die Kräuterpädagoginnen das Wissen, wie Unkraut zubereitet wird. Denn Unkräuter enthalten eine Menge „Gesundheit“, schmecken und bereichern ohne Geldaufwand den heimischen Speiseplan.

     

    Fotodownload hier

    Bildtext: Birgit Rabe (links) und Martina Barth sind die ersten Kräuterpädagoginnen im Naturpark Dübener Heide.

     

  • Wohnen in der Dübener Heide: Kostenlose Info-Veranstaltung in Leipzig

    Veröffentlicht am 10.10.2017 um 19.15 Uhr

    Um alte Gebäude und modernes Wohnen in der Dübener Heide, das besonders für Leipziger interessant ist, geht es am 24. Oktober auf einer kostenfreien Info-Veranstaltung beim Verein HausHalten in der Lützner Straße 39 in Leipzig. Vertreter des Naturparks Dübener Heide informieren von 18 bis 19.30 Uhr interessierte Leipziger über die Möglichkeiten, wie sie mit Hilfe von EU-Fördermitteln aus dem Programm LEADER leerstehende Häuser in der 30 Kilometer entfernt liegenden Naturpark-Region wieder auf Vordermann bringen können. Dazu gibt es Tipps und Experten-Rat von Bauherren und Planern. Hintergrund ist das Projekt der „Wächterhöfe“ in der Dübener – entstanden in Anlehnung an das Leipziger Modell der „Wächterhäuser“. Es hatte in der Dübener Heide in den vergangenen Jahren großen Zuspruch erfahren. Dabei wurden für verwaiste Häuser, Gärten und Ladenlokale potenzielle Nachnutzer gefunden.

     

    Eine Anmeldung für die kostenfreie Info-Veranstaltung unter Tel. 034243/342008 oder per Mail info@leader-duebener-heide.de erleichtert die Organisation. Zum Programm

     

    www.regiocrowd.com/duebener-heide/zeitengagement/lust-auf-landleben

  • Naturparkführer gehen im Oktober auf Tour

    Veröffentlicht am 26.09.2017 um 17.52 Uhr

    Der Wildtiersonntag im Oktober führt in den Wald um Mark Schmelz inmitten des Naturparks Dübener Heide. Hier ranken sich viele Geschichten und viel Geschichte um die Wege rechts und links der Bundesstraße 2. Diese zu entdecken und dabei die Tiere des Waldes näher kennenzulernen, ist das Ziel der Wanderung am 1. Oktober mit Naturparkführerin Birgit Rabe. Start ist um 14 Uhr vom Parkplatz B2 mit dem „Reichsapfelweg“. Bitte anmelden unter Tel. 03423/75 83 70.

    Eine Radtour ab Eilenburg bietet Stadt- und Naturparkführerin Birgit Rabe für Dienstag, den 10. Oktober, an. Es geht fast ausschließlich auf Rad- und Seitenwegen in die nähere Umgebung von Eilenburg. „Wir besuchen die eine oder andere Einkaufsmöglichkeit, die manch einem Mitfahrenden nicht so bekannt ist, erfahren unterwegs etwas zur Geschichte der Orte. Bei einer Rast stärken wir uns am Mitgebrachten aus dem Rucksack”, so Birgit Rabe. Die Fahrstrecke liegt etwas über 20 Kilometer. Startpunkt ist 10 Uhr auf dem Parkplatz Eilenburg Ost an der Schwimmhalle. Bitte anmelden unter Tel. 03423/75 83 70.

    „Immer wieder Sonntags…“ will Heidemönch Roland Gempe Interessierte und Neugierige in loser Folge zu einer geführten Wanderung durch den Zadlitzbruch führen. Deshalb startet er am Sonntag, dem 8. Oktober, und am Sonntag, dem 15. Oktober, um 10 Uhr seine Sonntagstour, bei der es tief in das Moor hineingeht. Lauflänge rund 5 Kilometer. Bitte anmelden unter Telefonnummer unter 0172/9668745.

  • Jakobs Wege sind so nah – Vortragsabend zum Sächsischen Wandertag in Bad Düben

    Veröffentlicht am 01.09.2017 um 15.09 Uhr

    Am Freitag, dem 8. September 2017, lädt das Naturparkhaus der Dübener Heide in Bad Düben zu dem Vortrag und Erfahrungsaustausch „Warum in die Ferne schweifen? Jakobs Wege sind so nah“ ein. Über eine Pilgerreise auf der Via Imperii durch Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen berichten Sascha Zingler und Bianka Miltz, zertifizierte Wander-, Schulwanderführer sowie Natur- und Landschaftsführer aus Potsdam. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die beiden Akteure sind seit dem 2. September auf der Via Imperii in Richtung Leipzig unterwegs und werden zum Sächsischen Wandertag in Bad Düben Station machen. Am Sonntag, 10. September, starten sie um 10 Uhr am Naturparkhaus zum letzten Abschnitt nach Leipzig. Mitwanderer sind dazu herzlich eingeladen.

  • Wildtiererlebnis beim Sächsischen Wandertag

    Veröffentlicht am 31.08.2017 um 16.36 Uhr

    Während des Sächsischen Wandertages vom 8. bis 10. September 2017 in Bad Düben gibt es am NaturparkHaus zahlreiche Infostände zu Wildtieren wie Wildkatze, Kranich, Fledermaus, Rotmilan und Bienen. Vertreter der Umweltverbände BUND und NABU und des Landschaftspflegeverbandes Nordwestsachsen sind vor Ort, des Weiteren Imker, Pilzfreunde, Heger und Vertreter des Jagdverbandes Delitzsch. Besucher können außerdem bei der Aktion „Schwalben willkommen“ des Naturschutzbundes NABU mitmachen und sich um eine Schwalbenplakette bewerben. Dazu bringen sie ein Foto von einem Schwalbennistplatz auf dem heimischen Grundstück mit. Im NaturparkHaus ist eine Ausstellung von Naturfreunden der Region mit fantastischen Tier- und Landschaftsaufnahmen aus der Dübener Heide zu sehen. Auf Familien warten derweil spannende Mitmach-Aktionen. Und wer in Familie wandern will, kann sich eine von 15 geführten Touren aussuchen, die am Samstag (9. September) am NaturparkHaus in Bad Düben starten. Dafür am besten anmelden.

    Weitere Informationen unter Tel. 034243/72993 oder im Internet unter www.saechsischer-wandertag.de.

  • Brunftzeit im Naturpark Dübener Heide

    Veröffentlicht am 27.08.2017 um 10.34 Uhr

    Wenn die majestätischen Herren der Wälder, die Hirsche, mit ihrem meist imposanten Kopfschmuck um die Gunst der Damenwelt buhlen und lautstark die Gegner beeindrucken wollen, dann ist Brunftzeit im Naturpark Dübener Heide. Mit privaten Hegern sowie den Revierförstern von Sachsenforst geht Naturparkführerin Birgit Rabe im September mit interessierten Naturfreunden auf Entdeckungsreise in den Wald.

    Ein abendliches Rotwilderlebnis mit einem der Förster von Sachsenforst findet am 14. September 2017 um 18 Uhr statt. Auf einen morgendlichen Spaziergang durch den Wald, immer auf der Suche nach einem Anblick – sprich einem oder mehrerer Hirsche – begibt sich Birgit Rabe am 17. September 2017 um 6 Uhr mit einem privaten Waldbesitzer. Mit einem Heger geht es am 23. September 2017 am Nachmittag auf den Ansitz; dieser ist nur etwas für ganz Geduldige, die auch noch ruhig sitzen bleiben können. Wenn alles passt, dann steht ein gutes Fotomotiv vor des Kenners Augen-Linse.

    Den jeweiligen Treffpunkt erfragen Interessierte bitte bei der Anmeldung unter Tel. 03423/758370. Alle weiteren Termine und Naturparkangebote finden Sie aktuell auch im Internet unter www.naturpark-duebener-heide.com.

  • Auf abendlichem Streifzug in der Dübener Heide

    Veröffentlicht am 16.08.2017 um 08.05 Uhr

    Die Stimmung im Wald, auf Feld und Flur deutet, besonders in den Abendstunden des Monats September, ein wenig auf den Herbst hin. Mit etwas Glück und dem entsprechenden Wetter hört man den Kauz in den Abendstunden rufen, sieht ein Reh, das zum Äsen auf die Lichtung gekommen ist, oder entdeckt am noch nicht ganz dunklen Himmel die eine oder andere Fledermaus. Dieses Gefühl und diese Einblicke in die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere will Naturparkführerin Birgit Rabe gemeinsam mit Naturfreunden beim Wildtiersonntag am 3. September 2017 erleben. Daher startet die Exkursion erst am frühen Abend. Wer möchte, kann gern sein Abendbrot mitbringen. Treff ist um 18 Uhr auf dem Parkplatz am Presseler Teich (Gaststätte Neumühle), gelegen an der B 183. Um Anmeldung unter Tel. 03423/758370 wird gebeten. Für alle Wanderungen gilt: Festes Schuhwerk. 

  • 25 Jahre Dübener Heide – Wir sind Naturpark

    Veröffentlicht am 11.08.2017 um 11.08 Uhr

    Eine der größten Errungenschaften des 1990 wiedergegründeten Vereins Dübener Heide e.V. ist es, dass aus der Dübener Heide 1992 ein Naturpark wurde. Im Kern geht es darum, die 75.000 Hektar große Kulturlandschaft in Sachsen und Sachsen-Anhalt, die aus Naturschutzgründen sowie wegen ihrer besonderen Vielfalt, Eigenart und Schönheit von herausragender Bedeutung ist, zu erhalten, zu pflegen und zu entwickeln. Dieser Verantwortung hat sich der Verein Dübener Heide e.V. mit dem Naturparkmanagement, unterstützt vom Land Sachsen-Anhalt und vom Freistaat Sachsen, angenommen. Hier eine Auswahl, was in den vergangenen 25 Jahren erreicht wurde:

    Biologische Vielfalt: Pflege von Feuchtwiesen, um ökologisch besonders wertvolle Pflanzen und Tierarten zu erhalten. Dazu wurden sensible Wiesen im Hammerbachtal erworben. Des Weiteren wurden Stauanlagen an Bächen erneuert, um Feuchtgebiete und Waldteiche zu sichern. Der Artenschutz nimmt eine zentrale Rolle ein. Das Bibermanagement im Naturpark Dübener Heide trägt zur Konfliktlösung zwischen Artenschutz und Landnutzung bei, spezielle französische Bienentürme und Blühwiesen schmücken immer mehr Gemeinden und sind Nahrungsquelle für Honigbiene & Co. Mops- und Bechsteinfledermaus werden geschützt. Dies alles sorgt für mehr Artenvielfalt im Naturpark Dübener Heide.

    Engagement: Neben den 334 Vereinsmitgliedern engagieren sich weitere 60 Freiwillige beispielsweise als Biberbetreuer oder Heideimker. Zunehmend unterstützen Unternehmen bei Engagement-Tagen die Umsetzung von Landschaftspflege- und Artenschutzaufgaben.

    Besucherlenkung: Ausbau eines 400 Kilometer langen besucherfreundlichen Wanderwegenetzes mit entsprechender Beschilderung und Zertifizierung des ersten Qualitätswanderweges in der Dübener Heide, der „Heide-Biber-Tour“ zwischen Bad Düben und Bad Schmiedeberg. Ziel ist es nunmehr, die gesamte Naturparkregion zur Qualitätsregion Wanderbares Deutschland zu machen. Ein entsprechendes Verfahren zur Vorbereitung der Zertifizierung läuft derzeit gemeinsam mit den Kommunen der Dübener Heide.

    Bildung für eine nachhaltige Entwicklung: Kinder sollen in der Heide ihre „Wurzeln stärken und Flügel wachsen“ lassen. Dafür stehen neun Patenschulen, eine Naturpark-Schule (Grundschule Doberschütz), ein Naturpark-Kindergarten (Kindergarten in Pressel), ein Patenkindergarten (Kinderhaus „Sonnenblume“ in Bad Schmiedeberg“) und das Schulwandern. Gemeinsam mit dem Heideverein gibt es auf die Naturparkregion bezogene Veranstaltungen wie Projekttage oder Exkursionen.

    NaturparkHaus: Das NaturparkHaus der Dübener Heide in Bad Düben präsentiert seit 2012 eine multimediale Ausstellung über den Naturraum Dübener Heide. Diese beschäftigt sich mit dem Naturpark heute und in der Zukunft. Es geht um Landschaft, Wildtiere, Moore und den Klimawandel. Die Schau bedient sich moderner Medien. Das NaturparkHaus gilt dabei als Aushängeschild für den gesamten Landschaftsraum Dübener Heide, der Teile Sachsens und Sachsen-Anhalts umfasst. An einer Gästeinformation erhalten Besucher weitere Tipps für Ausflüge in die Naturlandschaft sowie in die Städte und Kommunen mit ihren Natur- und Kulturangeboten.

    Regionalentwicklung: Aufbau einer Allianz von Bürgern, Wirtschaft und Kommunen für die Region; 2002 erstmals Erschließung zusätzlicher Fördermittel über das EU-Förderprogramm LEADER+ (heute: LEADER) und weiterer Fördermittel für die Naturparkentwicklung. Zu den Projekten gehören u.a. Energieeinsparungs- und Klimaschutzprojekte, touristische Infrastrukturprojekte, Wertschöpfungspartnerschaften und Unternehmernetzwerke sowie Arten-, Biotop- und Landschaftspflegeprojekte. Derzeit ist besonders der Ausbau alter Bausubstanz zu Wohnzwecken gefragt, womit dörfliche Strukturen gestärkt werden.

    Netzwerke: Unter dem Dach des Vereins Dübener Heide e.V. sind Netzwerke entstanden: „Bestes aus der Dübener Heide“, ein Zusammenschluss von Anbietern regionaler Produkte. Oder „Naturgesund“, das eine Auswahl verschiedener naturheilkundlicher Verfahren anbietet. Im Netzwerk „Erlebnis Wildtier“ nehmen die Naturparkführer Einheimische und Gäste regelmäßig mit auf spannende Touren in den Naturpark. Die Mitglieder von „Jugend.Abenteuer.Sport“ bieten derweil für Kinder und Jugendliche erlebnisreiche Aktiv-Freizeitangebote an.

    Hintergrund:

    Die Dübener Heide hat 1992 auf Initiative des Vereins Dübener Heide e.V. aufgrund ihrer landschaftlichen und kulturellen Eigenart das Prädikat Naturpark von den Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt erhalten. Die Ausrufung zum Naturpark fand auf der Burg Düben statt und wurde von den damaligen Umweltministern Arnold Vaatz (Sachsen) und Petra Wernicke (Sachsen-Anhalt) vorgenommen. Der Verein Dübener Heide wurde e.V. als Träger eingesetzt. Seither werden Projekte in den Bereichen Naturschutz und Landschaftspflege, Erholung und nachhaltiger Tourismus, Umweltbildung und Regionalentwicklung umgesetzt. Der Verein Dübener Heide e.V. ist ein Bürgerverein mit insgesamt 334 Mitgliedern in 10 Ortsgruppen, Einzelmitgliedern, Junior Rangern, dem Landkreis Wittenberg, Kommunen und Unternehmen. Es gibt die Sparten: Heimat und Wandern, Kinder- und Jugendarbeit/Junior Ranger, Naturpark/Regionalentwicklung. Der Verein ist Mitglied im Verband Deutscher Naturparke (VDN). Das ist der Dachverband der 103 Naturparke in Deutschland, die überwiegend aus Landschafts- und Naturschutzgebieten bestehen. Sie nehmen ca. 27 Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland ein und bewahren und entwickeln Natur und Landschaft mit und für Menschen. Naturparke eignen sich besonders für Erholung und Naturerleben. Sie sind eine Schutzgebietskategorie nach dem Bundesnaturschutzgesetz, verbinden den Schutz und die Nutzung von Natur und Landschaft. Die Balance zwischen intakter Natur, wirtschaftlichem Wohlergehen und guter Lebensqualität wird durch Naturparke angestrebt. Sie sind damit Vorbildlandschaften für die Entwicklung ländlicher Regionen insgesamt und bieten die Chance, auf einem Viertel der Fläche Deutschlands nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Naturparke besitzen auch auf europäischer Ebene eine zukunftsweisende Rolle für den Schutz der Natur, die landschaftsbezogene Erholung und die integrierte nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums.

  • Dübener Heide hat Sachsens ersten Naturpark-Kindergarten

    Veröffentlicht am 10.08.2017 um 18.00 Uhr

    Die Kindertagesstätte „Wirbelwind“ in Pressel ist Sachsens erster Naturpark-Kindergarten. Eine entsprechende Zertifizierungsurkunde und eine Plakette, die das Haus künftig schmückt, wird der Einrichtung am Freitag auf ihrem Sommerfest überreicht.

    Die Kita hat sich vom Verband Deutscher Naturparke zertifizieren lassen und beschäftigte sich in den vergangenen Monaten verstärkt mit Heimat-, Natur- und Umweltthemen. Unter anderem wurde eine kleine Streuobstwiese angelegt. Dazu stand der Verein Dübener Heide mit Rat und Tat zur Seite „Wir wollen Kindern den Zugang zu ihrer Heimat-Natur vermitteln, sodass sie frühzeitig Wurzeln in der Dübener Heide schlagen“, sagt Axel Mitzka, der Vereinsvorsitzende.

    Bei der Zusammenarbeit zwischen Heideverein und Kita stehen heidetypische Lebensräume im Fokus. So wurde schon der Presseler Teich in der Nähe der Kita oder das dort beginnende Naturschutzgroßprojekt Presseler Heidewald- und Moorgebiet besucht, um die vorkommenden Pflanzen- und Tierarten kennenzulernen. Dabei entdeckten die Kinder eine Biberburg.

    „Wir freuen uns, dass es mit der Zertifizierung geklappt hat und wir Sachsens erster Naturpark-Kindergarten sind“, sagt Kita-Erzieherin Grit Jonack. „Damit haben wir in der gesamten Region ein Alleinstellungsmerkmal als Kindergarten.“ Eine Naturpark-Kita gibt es bisher nur im Naturpark Fläming. Weitere 14 durchlaufen gerade ein Zertifizierungsverfahren. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

    Jede Kitagruppe in Pressel wird nun mindestens einmal im Kindergartenjahr ein mit den Aufgaben des Naturparks zusammenhängendes Thema behandeln. Der Heideverein unterstützt dabei die Einrichtung, die 40 Jungen und Mädchen im Alter von zehn Monaten bis fünf Jahren betreut und zur Arbeiterwohlfahrt Nordsachsen gehört. Unter anderem werden Exkursionen, Projekttage und andere Veranstaltungen durchgeführt. Nach fünf Jahren wird überprüft, ob der Presseler Kindergarten sich weiter Naturpark-Kita nennen darf.

    Der Naturpark Dübener Heide wurde 1992 gegründet, er besteht seit 25 Jahren und umfasst 75 000 Hektar Gesamtfläche in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Träger ist der Verein Dübener Heide. Dieser ist Mitglied im Verband Deutscher Naturparke. Das ist der Dachverband der 103 Naturparke in Deutschland, die überwiegend aus Landschafts- und Naturschutzgebieten bestehen. Sie nehmen 27 Prozent der Fläche der Bundesrepublik ein und bewahren und entwickeln Natur und Landschaft mit und für Menschen. Naturparke eignen sich besonders für Erholung und Naturerleben.

     

  • Staatsminister Schmidt besucht LEADER-Region Dübener Heide

    Veröffentlicht am 01.08.2017 um 19.26 Uhr

    Sachsens Umwelt- und Agrarminister Thomas Schmidt hat am 1. August  die beiden LEADER-Gebiete Dübener Heide sowie Delitzscher Land im Landkreis Nordsachsen besucht. Dabei informierte sich der Minister über die Umsetzung des LEADER-Programms und über konkrete Projekte, die mithilfe der Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) unterstützt werden, teilte das Ministerium in Dresden mit.

    „Ich freue mich, dass die sächsischen LEADER-Gebiete ihre Freiheit, Projekte und Förderhöhen selbst zu bestimmen, mit einem hohen Maß an Kreativität, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein hervorragend genutzt haben“, sagte Minister Schmidt. In beiden Regionen spüre man die lange Erfahrung mit regionaler Beteiligung, weil die Strukturen schon seit vielen Jahren bestehen.

    Mit rund 45 000 Einwohnern ist die „Dübener Heide“ eines der kleineren sächsischen LEADER-Gebiete. Ihre Entwicklungsstrategie hat die Region unter das Leitbild „Für eine ausgewogene ökologische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung in der LEADER Region Dübener Heide als zukunftsgerechte Naherholungs- und Gesundheitsregion: Eine regionale Zukunftsallianz von Kommunen, Wirtschaft und Bürgern“ gestellt und damit im April 2014 den Status als LEADER-Gebiet erhalten. Das LEADER-Gebiet hat bis zum Jahr 2020 ein Budget von rund sieben Millionen Euro, mit dem es über die Förderung von Vorhaben entscheiden kann.

    Vor Ort informierte sich der Minister über zwei Projekte, die gerade über LEADER umgesetzt werden: Harald Prätzsch will im Dorf Roitzsch in der Gemeinde Trossin das ehemalige Gutshaus zu einem Mehrgenerationenhaus mit integrierten Praxisräumen umnutzen. Das Gebäude beherbergte bis zum Jahr 2003 den kommunalen Kindergarten und steht seit dessen Schließung im Jahr 2004 leer. Geplant sind die Einrichtung von sechs barrierefreien Wohnungen, die an Familien und Senioren vermietet werden sollen. Zudem werden Räumen für eine Physio- bzw. Ergotherapie-Praxis bereitgestellt. Im Kellerraum des Objektes ist der örtliche Jugendclub untergebracht. Im Ortsteil Großwig in der Gemeinde Dreiheide besichtigte Minister Schmidt ein ehemaliges Scheunen- und Stallgebäude, was vor dem Umbau durch Karsta Niejaki in einem stark verfallenen Zustand war. Mittlerweile dient das Gebäude als Ferienwohnung und auch ein Veranstaltungsraum für Feierlichkeiten wurde integriert. „Die LEADER-Aktionsgruppen sorgen mit eigenen Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und der Gewinnung von Antragstellern dafür, dass die ländliche Entwicklung in Sachsen eine breite Bewegung ist“, sagte der Minister in Bad Düben. Die örtlichen Akteure geben starke Impulse und sind bedeutend für die Vernetzung der ganzen Dübener Heide inklusive dem angrenzenden Sachsen-Anhalt. Dort besteht ebenfalls ein LEADER-Gebiet.

    leader-duebener-heide.de

     

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