LEADER: Lokale Aktionsgruppen ziehen Bilanz für 2016

Veröffentlicht am 27.12.2016 um 18.37 Uhr

Die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) Sachsen und Sachsen-Anhalt in der Dübener Heide, die die EU-Förderphase koordinieren, ziehen Jahresbilanz. Demnach wurden 45 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 1.970.511 Euro von der LAG Dübener Heide/Sachen zur Förderung aus dem Budget ausgewählt. Mit 14 Projekten und beantragten Zuwendungen in Höhe von insgesamt 741.165,80 Euro stellt die Um- und Wiedernutzung von ländlichen Gebäuden zum Zwecke des Wohnens den am stärksten nachgefragten Fördergegenstand dar. Auch die Gemeinden haben kräftig Projekte eingereicht: 15 Vorhaben mit einem Volumen von 892.947Euro wurden angemeldet und von der LAG ausgewählt, darunter der Straßenbau in Mölbitz und Bad Düben und energieeffiziente Straßenbeleuchtungsanlagen in Dommitzsch.

Neuerungen gibt es 2017 für kommunale Antragsteller und Vereine: Für sie wird es einfacher, kleine innerörtliche Spielplätze und Treffpunkte zu schaffen. Darauf hat sich die LAG in ihrer Dezember-Sitzung verständigt. „Die Ideen scheiterten in der Vergangenheit oft am Kriterium einer Mindestfördersumme von 15.000 Euro. Diese wird nun auf 7.500 Euro abgesenkt, sodass auch Vorhaben mit geringerem Kostenvolumen berücksichtigt werden können“, sagt Regionalmanagerin Monika Weber. Des Weiteren stehen in Zukunft mehr Geld für nicht-investive Maßnahmen bereit. Die LAG hat sich hier für eine Umverteilung des Budgets entschlossen, um beispielsweise ausreichend Mittel für die Erstellung von Gewässerpflege- und Unterhaltungskonzepten zu haben.

Blick in die Dübener Heide / Sachsen-Anhalt

Hier hat die LAG für 26 Projekte eine Förderung im Jahr 2016 befürwortet. Davon wurden 9 Anträge bei den Bewilligungsbehörden eingereicht mit einem Fördervolumen in Höhe von 460.655,81 Euro. Dazu zählen die Einrichtung einer Pension im Gasthaus zum Bergwitzsee, der Ausbau der alten BMSR-Werkstatt am Gröberner See zum neuen Betriebssitz der Blausee GmbH, die Erweiterung der Ausstellung Wald-Wasser-Mensch im Außenbereich des Waldhauses am Bergwitzsee sowie Projekte des Naturparkträgervereins Dübener Heide, darunter die Biber-Eingreiftruppe und das Wanderwege-Pflegekonzept. Der Aufruf für die Fördermittel 2017 führte zu 40 Projektanmeldungen. Davon stehen 29 auf der Prioritätenliste, darunter das Schloss in Burgkemnitz (Gemeinde Muldestausee), das eine neue Fassade erhalten soll, die Sanierung des Pulverturms (Stadt Raguhn-Jessnitz), die Durchführung eines interkulturellen Jugendfestivals (Stadt Kemberg) und der Aufbau eines internetgestützten Bürgerradios.

„In der neuen Förderperiode hat sich die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Leader-Aktionsgruppe fortgesetzt. Die Fähigkeiten, mit denen sich Bürger, Unternehmen und Institutionen für das Leben in unserer Heide einsetzen und eigenverantwortlich Zukunftsentscheidungen treffen, sind bemerkenswert“, sagt Thomas Klepel, Vorsitzender der LAG Dübener Heide/Sachsen-Anhalt. „Ich freue mich über private Antragsteller, die Voraussetzungen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze leisten, und über Vereine, die sich für die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur wie z.B. Kinderspielplätze, dörfliche Gasträume und soziokulturelle Unternehmungen engagieren.“

Weitere Informationen zur EU-Förderung und Kontaktdaten zum LEADER-Regionalmanagement in der Dübener Heide finden Sie im Internet unter www.leader-duebener-heide.de.

Hintergrund:

Zur LEADER-Förderregion im sächsischen Teil der Dübener Heide gehören die Städte Bad Düben, Eilenburg, Dommitzsch und Torgau (Zinna, Welsau) sowie die Gemeinden Elsnig, Doberschütz, Dreiheide, Laußig und Mockrehna.

Zur Förderregion im anhaltischen Teil der Dübener Heide gehören die Kommunen Bad Schmiedeberg, Bitterfeld-Wolfen, Gräfenhainichen, Kemberg, Muldestausee und Raguhn-Jeßnitz mit den jeweiligen Ortsteilen.

Projekte, die mit Fördermitteln der EU realisiert werden sollen, müssen zur LEADER-Entwicklungsstrategie der Dübener Heide passen. Förderbar können Vorhaben sein, die den Handlungsfeldern Wirtschaft und Beschäftigung, Naturpark- und Kulturlandschaftsentwicklung und Siedlungs- und Beteiligungsentwicklung zugeordnet werden können. Antragsteller können Unternehmen, Privatpersonen, Vereine/Verbände und Kommunen sein.

Pressekontakt: Monika Weber (Sachsen), Tel.: 0171/7488594, Anne-Marie Hiller (Sachsen-Anhalt), Tel.: 0151/55851736, Regionalmanagement Dübener Heide Neuhofstraße 3a (Naturparkhaus, 04849 Bad Düben). E-Mail: info@leader-duebener-heide.de; www.leader-duebener-heide.de

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